IO-Link „Big Picture“ wird Schritt für Schritt komplettiert

IO-Link ist am Markt angekommen. Das belegt eindrucksvoll die jährlich erhobene Statistik der im Feld installierten IO-Link Knoten. Auch die stetig wachsende Zahl der Mitglieder weltweit, spricht eine deutliche Sprache. Dies ist Ansporn für die Arbeitsgruppen innerhalb der IO-Link Community, ständig und konsequent an ihrer Vision – ihrem „Big Picture“ – weiterzuarbeiten. Einige der Säulen stehen seit geraumen zur Verfügung und bilden die Grundlage für den bisherigen weltweiten Erfolg von IO-Link. Allem voran steht die Architektur und das Protokoll von IO-Link aufgrund der prägenden Eigenschaften wie Offenheit gegenüber allen Feldbussen, Einfachheit, Installationsvereinfachung sowie Parametrier- und Diagnose-Möglichkeiten.

Mit der Freigabe der Spezifikation „IO-Link Safety System Extensions“ im April 2017, der eine erfolgreiche Konzeptprüfung des TÜV vorausgegangen war, steht für die IO-Link Community eine weitere Säule für die Implementierung in Produkten zur Verfügung. Mit der Bereitstellung von IO-Link Safety werden Lösungen bis zu SIL 3 ermöglicht.

Wie IO-Link setzt auch IO-Link Safety auf die Feldbus- und System-Unabhängigkeit und schöpft die daraus resultierenden Vorteile voll aus. Schließlich ist es für Anlagen- und Maschinenbauer wichtig, eine standardisierte Installation und Gerätefunktionalität auf der Sensor-/Aktor-Ebene, also der IO-Link-Device-Ebene, zu haben, unabhängig davon, welches Feldbussystem darüber zum Einsatz kommt. Die nächsten Schritte sind jetzt die Erarbeitung einer Testspezifikation sowie die Erarbeitung der Integration in bestehende Feldbussysteme, z. B. PROFINET.

Die Offenheit von IO-Link bezüglich Einbindung in beliebige Feldbussysteme ist nicht nur eine weitere „Big Picture“-Säule für den Erfolg von IO-Link mit einem geforderten Höchstmaß an Flexibilität, um eine unkomplizierte Einbindung von Sensoren und Aktoren zu erreichen. PROFINET hat sich in Anlagen und Maschinen wegen hoher Deterministik und großem Funktionsumfang durchgesetzt. Die kürzlich aktualisierte Guideline „IO-Link on PROFINET“ adressiert die nahtlose Integration von IO-Link Systemen in PROFINET ohne hinderliche Systembrüche. Kurzum: der Anwender erlebt ein IO-Link Device als integralen Teil des PROFINET-Systems.

Einer der wesentlichen Faktoren für den Durchbruch von IO-Link in den letzten Jahren war zweifelsfrei die einfache Verdrahtung intelligenter, komplexer Sensoren und Aktuatoren mittels einer simplen, standardisierten 3-adrigen Sensorleitung. Um zukünftig auch auf diese einfache Verdrahtung der Kommunikationsleitung im IO-Link System verzichten zu können, arbeitet die IO-Link Community an einer weiteren „Big Picture“-Säule, der IO-Link Wireless Technologie. Zunächst wurde deshalb im Marketing-Arbeitskreis am Anforderungsprofil gearbeitet und Use Cases hierzu ausformuliert. Im entsprechenden Technik-Arbeitskreis wurden hierauf basierend die technischen Anforderungen definiert und das Spezifikations-Dokument erstellt. Die Spezifikation ist derzeit im Review bei allen Geräteherstellern weltweit und soll Anfang 2018 freigegeben werden.

Industrie 4.0 fordert eine Datendurchgängigkeit vom Sensor bis hin zur Cloud. Denn Sensordaten sind der Rohstoff für Produktionsanlagen der Generation Industrie 4.0 und die vielfach diskutierten neuen Geschäftsprozesse. Für die IO-Link Community ist dieses Thema Teil der Vision. Experten schaffen bereits heute die Voraussetzungen dafür und sehen es als festen Bestandteil des „Big Picture‘s“ an.

[veröffentlicht am 29.11.2017]

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